Der Markt für Mittelstandsanleihen bietet Anlegern, die Alternativen zu weniger ertragreichen Anlageformen suchen, lukrative Zinskupons und ein ausgewogenes Chance-Risiko-Verhältnis. Auch für die Emittenten ist der Weg über den Kapitalmarkt attraktiv – Mittelständler, die ihr Wachstum aufgrund verschärfter Kreditvergaberichtlinien nicht über den klassischen Bankweg finanzieren können, finden hier eine solide Lösung. Oft sind die emittierten Anleihen im Anschluss über Börsenplätze handelbar. Daneben erhalten Anleger hin und wieder Kaufangebote von anderen Marktteilnehmern per Post – oft auch über die elektronischen Postfächer ihrer Banken – zur Verfügung gestellt, nachdem sie im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden. Bei diesen „persönlichen“ Kaufangeboten sollten Anleger allerdings besonders wachsam sein. Denn leider nutzen auch immer wieder unseriöse Anbieter diesen Weg der Ansprache und zielen auf Verunsicherung der Anleger ab, welche sich in der Folge ggf. zu Preisen unter dem fairen Wert von Ihren Anteilen trennen.


„Schwarze Schafe“ sind auch der KFM Deutsche Mittelstand AG aus Düsseldorf bekannt. Das Unternehmen scannt das entsprechende Marktsegment für seinen Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS (ISIN: LU0974225590) seit Fondsauflage im Jahr 2013 kontinuierlich und nutzt hierfür ein bewährtes, hauseigenes Scoring-Verfahren.


Dabei stießen die Anleihen-Experten rund um Vorstand Hans-Jürgen Friedrich auf zwei Kaufangebote im Bundesanzeiger, welche bereits seit Januar dieses Jahres ausgeschrieben waren. Konkret handelte es sich um die 7,00%-Anleihe der Metalcorp Group S.A. (WKN A19MDV) und die 8,50%-Anleihe der R-Logitech S.A.R.L. (WKN A19WVN), welche auch im Portfolio des Fonds zu finden waren. Anbieter des außerbörslichen Kaufangebotes ist ein gewisser Moritz Müller. Ob dieser auf eigene Rechnung handelt oder im Auftrag anderer Investoren tätig wurde, ist für den Interessenten nicht ersichtlich. Müller bot den Inhabern der beiden Anleihen an, die Papiere im Umfang von jeweils bis zu zehn Millionen Euro zu einem Preis von 80 Prozent des Nennwertes anzukaufen.


Bei der Prüfung des Angebots wurden die Anleihen-Profis der KFM allerdings stutzig. „Mit Veröffentlichung des Kaufangebotes am 10. Januar 2020 konnten in beiden Anleihen signifikante Kursverluste erkannt werden. So ist der Kurs der 7,00%-Anleihe der Metalcorp von 91,00 Prozent auf 86,00 Prozent gefallen; der Kurs der 8,50%-Anleihe der R-Logitech von 91,58 Prozent auf 88,01 Prozent“, heißt es hierzu im entsprechenden KFM-Telegramm, das Anleger regelmäßig über den Fonds informiert. Und weiter: „Bei beiden Anleihen wurde eine deutliche Ausweitung der Wertpapierumsätze an allen Börsenplätzen festgestellt. Mit den Kursen vom 15. Januar 2020 um 16:00 Uhr liegen die Kurse der beiden Wertpapiere noch deutlich über dem Kaufangebot in Höhe von 80 Prozent.“


KFM-Urteil: Diese Offerte erscheint unseriös!


Das heißt: Hier wurde ein Angebot unterbreitet, bei dem die Börsenkurse um ganze zehn Prozent über den Übernahmeangeboten lagen. Weitere Fragen, die sich die KFM-Analysten stellten, waren etwa der unerklärliche Verzicht auf die Vergütung von Stückzinsen zulasten des Verkäufers, die kurze Kauffrist von lediglich elf Tagen, die limitierten Kontaktmöglichkeiten zum Verkäufer und Ungereimtheiten in Bezug auf den dessen Geschäftssitz sowie die Begrenzung des Angebots auf einen recht begrenzten Adressatenkreis.


Weitere Recherchen seitens KFM ergaben, dass die Kurse bei ähnlichen Offerten ebenfalls deutlich im Wert gefallen waren.


Bei KFM geht man daher davon aus, dass solche Kaufinserate eher unerfahrene Anleger so sehr verunsichern können, dass diese ihre Anleihen spontan an den Börsen veräußern. „Dies würde die Kursverluste und die erhöhten Börsenumsätze bei den oben genannten Wertpapieren erklären“, so KFM in seinem „Telegramm“, das Anfang des Jahres verschickt wurde. Eine weitere darin geäußerte Vermutung ist, dass „Herr Moritz Mueller offensichtlich das Ziel verfolgt, die Wertpapiere so preiswert wie möglich zu erwerben. Hierzu werden alle sprachlichen Möglichkeiten genutzt, um den Anlegern zu suggerieren, dass Kurse um die 80 Prozent ein attraktiver Verkaufskurs sind. Dabei nimmt Herr Mueller in Kauf, dass Anleger sich durch die Veröffentlichung im Bundesanzeiger so verunsichern lassen, dass unbedachte Spontanhandlungen erfolgen. Dies findet auch seinen Ausdruck in dem kurzen Zeitraum seines Angebotes.“ Eine Beratung durch die depotführende Bank konnte offensichtlich nicht erfolgen.


Angebote immer sorgfältig prüfen – oder direkt den Profis vertrauen


Der Fall hatte nach Einschätzung der KFM AG eine solche Brisanz, dass diese zusammen mit einer Anwaltskanzlei am 20. Januar 2020 die Bundesfinanzaufsicht BaFin um eine Überprüfung hinsichtlich Marktmanipulation aufgefordert hatte. Das Ergebnis: In einer Mitteilung vom 25. Juni 2020 mahnen die Finanzhüter Anleger nun tatsächlich zur Vorsicht vor solchen Angeboten und raten dazu, entsprechende Offerten sehr sorgfältig zu prüfen, etwa in der Datenbank der BaFin. Für Hans-Jürgen-Friedrich sind solche unseriösen Angebote schädlich für den gesamten Markt: „Solche Angebote verunsichern viele Anleger. Das Angebot wurde über den Bundesanzeiger veröffentlicht und auch über die depotführenden Depotbanken an die Anleger übermittelt. Hier kann bei den Anlegern der Eindruck entstehen, dass es sich um ein offizielles und seriöses Angebot handelt. Dass dem aber nicht so ist, hat die BaFin in ihrem Newsletter klargestellt.“ Die Art und Weise solcher Kauf- oder Tauschangebote für im Freiverkehr gehandelte Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere schadet nach meiner Meinung dem Kapitalmarkt und den beteiligten Marktteilnehmern. Sowohl den Anlegern als auch Emittenten, emissionsbegleitenden Banken und den Börsen ist daran gelegen, dass Preisfeststellungen erfolgen, die den Wert eines Wertpapieres angemessen wiedergeben. Angebote, wie sie von Herrn Müller übermittelt worden sind, können in engen Marktsegmenten zu Kurskapriolen führen und am Ende nachteilig für Emittenten, emissionsbegleitende Banken und Anleger sein“, so der KFM-Vorstand in einem Interview im Fachblatt Anleihen-Finder.


Was können Anleger also tun, um hier kein Lehrgeld zu riskieren? Neben der eigenen – allerdings zugegebenermaßen recht zeitaufwendigen – Recherche können sich private Investoren das notwendige Know-how auch ganz bequem mit einem Fondsinvestment ins Depot holen. Hier sind erfahrene Profis am Werk, die ein breit gestreutes Portfolio an aussichtsreichen Papieren zusammenstellen. Paradebeispiel ist der bereits genannte Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS, den die KFM-Experten in den vergangenen sieben Jahren sehr solide und immer mit planmäßigen Ausschüttungen für die Anleger bewirtschaftet haben. Wer einen Blick über den (deutschen) Tellerrand wagen möchte, kann seit kurzem auch in das europäisch ausgerichtete Pendant investieren: Der Europäische Mittelstandsanleihen FONDS (ISIN: DE000A2PF0P7) wurde am 1. April 2020 aufgelegt und kann genau so wie das hiesige Flaggschiff auch als Sparplan für den langfristigen Vermögensaufbau genutzt werden.


Update: Neuzugang im Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS - der „Green Bond I“ von reconcept


Mit dem im Juni dieses Jahres emittierten „Green Bond I“ bietet der langjährig erfahrene Initiator reconcept Anlegern Zugang zum weiterhin wachsenden Markt für Erneuerbare Energien. Die Emissionserlöse mit einem geplanten Volumen von bis zu zehn Millionen Euro sollen für die Realisierung von etablierten Erneuerbare-Energien-Anlagen in den Bereichen Wind und Solar sowie für die Finanzierung von schwimmenden Gezeitenströmungskraftwerken verwendet werden. Kalkuliert ist das Papier mit 6,75 Prozent Zinsen p.a. bei einer geplanten Laufzeit von rund fünf Jahren.


Ein prominenter Großzeichner der Anleihe ist der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS. „Am Green Bond I der reconcept hat uns überzeugt, dass die reconcept GmbH einer der Pioniere am Markt für grüne Kapitalanlagen ist“, erklärt Hans-Jürgen Friedrich. „Ihr starker Track-Record fußt auf einer über 20-jährigen Expertise. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist mit ihrer hohen geografischen und technologischen Diversifikation für die Zukunft gut aufgestellt. Die gut gefüllte Projekt-Pipeline lässt zukünftig mit positiven Ergebnissen von Seiten des Unternehmens rechnen.“


Im KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer ist das Papier derzeit mit 3,5 Sternen bewertet, die Einschätzung der KFM-Analysten ist damit „durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)“.


Der Green Bond I kann somit entweder als Einzelinvestment gezeichnet oder aber zusammen mit anderen ausgewählten Mittelstandsanleihen als Fondsinvestment getätigt werden.


Zum Green Bond I


Eckdaten im Überblick



  • Investition in Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie 

  • Progn. Verzinsung: 6,75 Prozent p. a. 

  • Progn. Laufzeit: ca. 5 Jahre bis zum 24.08.2025

  • Mindestzeichnungssumme: 1.000 Euro


 


Ausführliche Risikohinweise entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt. 


 


 


Zum Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS



 


 


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Service: Unter folgendem Link können Sie sich unsere vergangene Webkonferenz mit KFM-Vorstand Hans-Jürgen Friedrich nochmals anhören: KFM-Webkonferenz vom 15. Juni 2020