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Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds Blick ins Portfolio: Die Hylea Group

Hylea produziert Paranüsse im Amazonasgebiet Foto: © / Petra Fischer / FotoliaDie Hylea Group hat sich auf die Produktion von Paranüssen aus dem Amazonasgebiet spezialisiert.

Mit dem Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds profitieren Anleger von professionell ausgewählten Zinspapieren. Eines davon ist die Hylea-Anleihe. Wir haben uns das Geschäftsmodell und das Anleihekonzept näher erklären lassen.


Seit 2013 bietet die Düsseldorfer KFM Deutsche Mittelstand AG mit ihrem Mittelstandsanleihenfonds (ISIN: LU0974225590) Privatanlegern die Chance, mit nur einem Investment gleich an einem ganzen Bündel an aussichtsreichen Zinspapieren teilzuhaben. Denn, wie KFM-Vorstand Hans-Jürgen Friedrich in unserem letzten Interview erklärt hat: „Anstatt in Einzeltitel zu investieren ist es sinnvoller, Fonds zu nutzen. Anleger, die Direktinvestments in Anleihen bevorzugen sollten zuvor eine gewissenhafte Analyse der Bonität des Unternehmens und der Qualität der Anleihe vornehmen und anschließend auch laufend überwachen können.“ Dies ist für Privatanleger aber mit großem Aufwand verbunden. Hinzu komme, dass viele Anleihen als Private Placements mit hohen Mindestanlagesummen begeben werden. Eine breite Streuung ist somit für Privatanleger über Einzel-Investments nur schwer zu realisieren.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds hingegen hält aktuell rund 50 Titel, einer davon ist die 7,25%-Anleihe der Hylea Group. Wie alle anderen Anleihen im Portfolio auch, wurde das Papier über das hauseigene Analysetool KFM-Scoring sorgfältig ausgewählt und steht unter fortlaufender Überwachung. Um Einblicke in die Geschäftstätigkeit des Familienunternehmens zu erhalten, haben wir mit Oliver Schneider gesprochen, der als Investor Relation Manager für die Hylea Group tätig ist.

Rendite aus dem Regenwald:
Die Hylea-Anleihe als Portfoliounternehmen des Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds

Herr Schneider, die Hylea Group ist ein Familienunternehmen, das sich auf die Produktion von Bio-Paranüssen und weiteren Spezialitäten aus dem Amazonasregenwald fokussiert hat. Was können Sie uns zum Geschäftsmodell, gerne auch zur Historie der Firmengruppe sagen?
Oliver Schneider:
Die Hylea 1884 S.R.L. verarbeitet und exportiert seit nun fast 100 Jahren Paranüsse aus dem Bundesland Pando, das inmitten des Amazonasregenwaldes liegt. Die Paranuss ist das wichtigste Exportgut dieser Region. Zur weiteren Diversifikation werden Wildkakao und Chia-Samen angebaut und vermarktet. Die Hylea Group S.A. ist die Holdingstruktur unter der die gesamte Paranuss- und Naturprodukt-Wertschöpfungskette abgebildet werden kann. Das bedeutet, dass von der Ernte der Paranuss (Rohware) zur Verarbeitung zur bio-zertifizieren Exportware bis in die Regale der Handelsketten alle Schritte in unserem Einflussbereich liegen.

Unter dem Dach der Hylea Group arbeiten drei AGs, die mit unterschiedlichen Expertisen, die geschlossene Wertschöpfungskette ermöglichen. Die Hylea 1884 S.R.L. gewährleistet den Ankauf und die Produktion der Rohware vor Ort und ist auch für alle sozialen Projekte für die indigene Bevölkerung verantwortlich. Dazu gehören Bereitstellung von Schulen, Unterkünfte für die Angestellten, sauberes Wasser, Stromversorgungen und medizinische Versorgung. Die Hylea Foods AG mit Sitz in Mönchengladbach kümmert sich mit sehr großem Erfolg darum, unsere hochwertigen Produkte weltweit bei renommierten Handelsketten zu vermarkten. Die Hylea Regenwaldprojekte AG mit Sitz in Mannheim fördert und entwickelt weitere Projekte zur nachhaltigen und sozialen Bewirtschaftung des Regenwaldes.

Welches Potenzial bietet dieser Geschäftsbereich und wo werden Ihre Produkte angeboten?
Unsere Hauptabsatzmärkte in Deutschland sind große namhafte Handelsketten. Weitere Absatzmärkte sind die Schweiz, USA, Korea und Südafrika. Gerade der Markt in Asien steht für unsere Produkte noch ganz am Anfang. Auch Mexiko, Kolumbien sowie Chile entwickeln sich sehr gut.

Und worin liegen die Herausforderungen beim Anbau, aber auch hinsichtlich Vertrieb?
Eine große Herausforderung ist die Logistik. Aktuell wird eine Fläche von ca. einer Million Hektar bewirtschaftet. Die Rohware muss von den Lagerhäusern in die Fabrik gebracht werden. Das ist bei den Gegebenheiten vor Ort und gerade bei Regen eine schwierige Aufgabe. Die fertige Exportware wird dann von der Fabrik per LKW nach Arica (in Chile) transportiert, da Bolivien ja keinen Zugang zum Meer hat.

Zur Marktentwicklung ist zu sagen, dass wir uns in einem stark wachsenden Nachfragemarkt befinden. Neue Absatzmärkte entwickeln sich gerade auch in Latein- und Mittelamerika mit Ländern wie Kolumbien, Mexico und Chile. Weiterhin beginnt sich der Markt in Asien zu entwickeln. Langfristig wird die Nachfrage das Angebot aus unserer Sicht übersteigen.

Ein Leitgedanke von Hylea ist ja die Nachhaltigkeit. Wie sieht die Umsetzung ganz konkret aus, worauf achten Sie bei der Produktion?
Uns liegt es am Herzen ein Gleichgewicht für alle zu schaffen: Mensch, Natur, Unternehmen.  Über die letzten Jahrzehnte haben wir unser Geschäftsmodell nach dieser Philosophie entwickelt. Das imug-Nachhaltigkeitsrating bestätigt den Impact, den wir über unser Handeln für Mensch und Natur erreichen.

Dass wir vom WWF aus über 20 Unternehmen im Bereich der Paranussproduktion in Bolivien als Partner ausgewählt wurden und nun gemeinsam Projekte realisieren, unterstreicht unsere Arbeit der letzten Jahrzehnte für die indigene Bevölkerung tätig zu sein. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser, Stromversorgung über eine eigene Solaranlage, eine Krankenstation, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten für Waren des täglichen Bedarfs sind inmitten des Regenwaldes wichtige Punkte, die „Landflucht“ der Bevölkerung zu verhindern. Auch unsere Bestrebungen durch weitere Naturprodukte, dauerhafte Beschäftigung zu schaffen, spiegeln sich in dem Gutachten der imug mit dem Ergebnis „Sehr Gut“ wider.

Warum platziert die Hylea Group S.A. eine Anleihe gerade in Deutschland?
Deutschland ist die wichtigste und größte Wirtschaft Europas. Des Weiteren nimmt die Nachfrage nach Green Bonds in Deutschland zu. Wir glauben und sehen, was in unseren derzeitigen Platzierungen auch bestätigt wird, das unser Angebot den „Puls der Zeit“ trifft. In einem mehr oder weniger 0,0-Zinsumfeld suchen Investoren nach Alternativen. Wir haben ein klares und transparentes Angebot im Nahrungsmittelmarkt und der Superfoods, das seit 100 Jahren einen funktionierenden Nachfragemarkt hat. Gerade deutsche Investoren haben ein stärkeres Interesse, Ökonomie und Ökologie in einem dargestellt zu bekommen. Unsere Anleihe erfüllt aus unserer Sich genau diese Bedürfnisse.

Welche Chancen bietet die Hylea Anleihe und mit welchen Anleihebedingungen ist diese ausgestattet?
Unser Angebot bietet mit 7,25 Prozent p.a. die Möglichkeit als Beimischung in einem Depot stabile und risikoadäquate Erträge zu erzielen.

Die Zinsen werden halbjährlich am 1. Juni und 1. Dezember eines Jahres ausbezahlt. Die Laufzeit der Anleihe mit der WKN A19S80 endet am 30. November 2022. Die Bonitätskennziffern zum Zinsdeckungsgrad (EBITDA/interest coverage 4,9), der Verschuldung des Unternehmens (Total Net Debt/EBITDA 3,5) und die bilanzielle Eigenkapitalquote von derzeit 31,8 Prozent liegen auch nach der Anleihen-Emission laut Analyse der KFM über den Anforderungskatalog der Empfehlung der Börse Frankfurt. Bis 2020 soll die bilanzielle Eigenkapitalquote auf 39,9 Prozent gesteigert werden.

Die Mittel aus der Platzierung der Anleihe werden ausschließlich für den Ankauf und die Verarbeitung der Rohware genutzt. Durch die Verbreiterung der Basis zum Ankauf von Paranüssen ermöglichen wir höhere Margen, die den Kupon mit 7,25 Prozent ermöglichen. Es wurden 85.000 Wildkakao-Pflanzen im Regenwald gepflanzt. Weiterhin wurden bis dato 50.000 Edelkakao-Pflanzen ausgebracht. Bis 2020 werden es 550 000 sein. Chia ist jetzt auf einer Fläche von 200 Hektar gepflanzt, bis 2020 werden es 1000 Hektar sein. Wir freuen uns also nicht nur über das Wachstum unserer Setzlinge, sondern auch über die Platzierung unserer Anleihe, um dieses weitere Wachstum zu ermöglichen und sicherzustellen.

Wie ist die Anleihe der Hylea Group S.A. mit der WKN A19S80 zeichenbar? Und wie fällt das Rating der KFM-Analysten aus?
Unsere Anleihe hat ein Gesamtvolumen von bis zu 20 Millionen Euro und die Mindeststückelung liegt bei 100.000 Euro. Die Anleihe ist mit einem renommierten Betrag und einer Quote von 2,3 Prozent Bestandteil des Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds und kann somit über diesen erworben werden. Im Sekundärmarkt ist die Anleihe an den Börsenplätzen Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Berlin und über Tradegate mit moderaten Aufschlägen orderbar.

Im aktuellen KFM-Barometer zur 7,25%-Anleihe der Hylea Group S.A. (WKN A19S80) wird die Anleihe von den KFM-Analysten als „attraktiv“ mit 4 von 5 möglichen Sternen eingeschätzt und erfährt somit eine Heraufstufung zum vorhergehenden Barometer (3,5 Sterne) aus dem Januar dieses Jahres.

Herr Schneider, vielen Dank für diese interessanten Einblicke!

Investoren-Info: Der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds (ISIN: LU0974225590) ist über FondsDISCOUNT.at ohne Ausgabeaufschlag erhältlich und kann auch als Sparplan eingerichtet werden. Aktuelle Angaben von der KFM AG: Das Fondsvolumen liegt derzeit bei rund 88,1 Millionen Euro. Der NAV (innere Wert) je Fondsanteil entwickelte sich auf 50,76 Euro. Mit einem ordentlichen Nettoertrag zum 31.07.2018 in Höhe von 1,33 Euro je Anteilsschein befindet sich die Ertragsentwicklung im Zielkorridor, um für das Jahr 2018 eine Ausschüttung von 2,20 Euro je Fondsanteil erwirtschaften zu können.

 

23.08.2018,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.at oder rufen uns unter der Service-Nummer 01 365215 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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Deutscher Mittelstandsanleihen FONDS M von Finexis S.A.

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
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  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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