Zum Autor: Tobias Karow ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu GbR und Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, www.fondsfibel.de .


Sobald sich eine Stiftung mit der Delegation ihrer Kapitalanlage über den Weg des Fonds beschäftigt, muss sie sich davor auch mit der Frage beschäftigen, wie sie Fonds eigentlich kauft. Diese Frage beginnt schon direkt bei der Hausbank, bei der allerdings durchaus das Tagesgeschäft beheimatet bleiben kann. Diese hat nicht unbedingt immer ein veritables Interesse daran, Fonds aller Gesellschaften zum Freundschaftspreis zu verkaufen. Sprich: Bei der Hausbank zahlen Stiftungen in der Regel einen Ausgabeaufschlag, und das Depot, also die Infrastruktur hinter dem Fondskauf, ist auch deutlich teurer als beispielsweise bei Direktbanken. Stiftungen sollten hier also an zwei Punkten ansetzen: Das Depot darf nur einen kleinen Jahresbeitrag kosten, wenn überhaupt, die Transaktionsgebühren sollten einen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Betrag ausmachen, und Verwaltungskosten sollten gar nicht anfallen. Ebenfalls sollte der Fondskauf ohne Ausgabeaufschlag möglich sein, einmal ist das heute Usus und zum anderen spart dies das lästige Verhandeln mit dem langjährigen Ansprechpartner in der Bank. Ein Fondsdepot sollten Stiftungen, so sie diese Bedingungen bei ihrer Bank nicht durchdrücken können, folglich bei einer Direktbank eröffnen, und darüber dann die Fondsanteilskäufe abwickeln. Direktbanken wie comdirect, Fondsdepotbank, Consorsbank sind auf dieses Geschäft spezialisiert, zur Abwicklung sind sie die perfekten Partner, allerdings muss eine Stiftung eben auch wissen was sie will.


Stiftungen können bares Geld sparen


Das ist vermutlich die größte Hürde, wenn Stiftungen sich mit Fonds auseinandersetzen, dass sie vor allem am Anfang noch nicht so genau wissen, was sie wollen. Hier hilft tatsächlich das Gespräch mit dem Hausbankberater, aber am besten einem aus der Private Banking-Abteilung, der eben nicht nur Verkäufer sondern tatsächlich Berater des Kunden ist. Diese Klippe müssen Stiftungen nehmen. Sie können sich über die Hürde des „wissen was sie will“ auch helfen lassen, indem sie ein kostenpflichtiges Beratungs- oder Analysegespräch anstreben. Dieses kann auch mit der Bank geführt werden, ein externer Sparringspartner ist jedoch vermutlich objektiver. Das kostet dann vorher zwar einen kleinen Betrag (auf den der Berater vielleicht sogar für die Stiftung verzichtet), dafür spart die Stiftung hinterher bares Geld, und zwar langfristig. Denn Kosten sind immer noch einer der wichtigsten Wertminderer in der Kapitalanlage. Das ist bei Stiftungen nicht anders. Kaufen diese Fonds mit Ausgabeaufschlag über ein viel zu teures Depot, dann mindert dies Jahr für Jahr die Ausschüttung bzw. geht zu Lasten des ordentlichen Ertrags. Auf drei Jahre ist das vielleicht noch zu verschmerzen, aber nicht auf dreißig Jahre, und schon gar nicht wenn der Zins nahe null umhergeistert. Im Einkauf liegt der Erfolg, das gilt beim Fonds im jetzigen Umfeld umso mehr.


Das passende Depot für eine Stiftung


Um das passende Depot zu finden, ist für Stiftungen in der Regel ein Hinweis entscheidend: Wie viele Fonds lassen sich ohne Ausgabeaufschlag kaufen. Wenn Sie wissen, wie Ihre Anlagepolitik mit Fonds aussehen soll, können Sie das damit verbundene Fondsuniversum auch mit der Direktbank einmal abgleichen oder via Experten abgleichen lassen. Ist eine Direktbank zwar günstig, kann aber zu wenige der ausgesuchten Fonds ohne Ausgabeaufschlag zugänglich machen, fällt sie bei Tageslicht betrachtet schon wieder aus der Wahl heraus. Um diesen Abgleich kommen Stiftungen nicht herum, speziell wenn sie nicht nur auf Stiftungsfonds sondern auch stiftungsgeeignete Fonds (wo Stiftung zwar nicht draufsteht aber viel Stiftung drin ist) zurückgreift. Ein wichtiger Punkt sind auch die so genannten Institutionellen Tranchen bei Fonds, bei denen die Verwaltungskosten reduziert sind. Diese sind eigentlich Großanlegern vorbehalten, die also in der Regel 1 Mio. EUR oder mehr auf einmal in einen Fonds investieren. Stiftungen sollten als Anleger mit NV-Bescheinigung auf jeden Fall danach fragen, ob sie Zugang zu diesen Tranchen bekommen, und zwar bei der Direktbank oder direkt beim Fondsanbieter. Selbst wenn eine Stiftung keine 1 Mio. EUR direkt anlegen kann oder will, so ist sie doch als Stiftung häufig ein gern gesehener Anleger und erhält auch für kleinere Summen schon mal Zugang zu den institutionellen Tranchen. Gekennzeichnet sind diese in der Regel mit einem großen „I“, wenn Stiftungsverantwortliche also nach I-Tranchen suchen, müssen sie bei den Kürzeln hinter dem Fondsnamen das „I“ suchen. I-Tranchen werden gewöhnlich direkt ohne Ausgabeaufschlag angeboten, die Verwaltungskosten minimieren sich deutlich, was die Gesamtrechnung aus Stiftungssicht damit ganz erheblich aufhübscht.


Hilfe beim Kontoeröffnungsunterlagenwahnsinn


Insofern sich Stiftungen vor dem Fondskauf an einen Berater wenden, kann dieser die Infrastruktur auch für eine Stiftung aufsetzen. Berater verdienen an den Bestandsprovisionen, die in den Verwaltungsgebühren eines Fonds enthalten sind, also nur dann, wenn Bestände von seinen Kunden gehalten werden. Dafür wird beispielsweise eine Stiftung auf den Berater geschlüsselt, so dass deren Bestände diesem zugeordnet werden können. Dafür kümmert sich dieser um Depoteröffnung samt papiergewordenen Kontoeröffnungsunterlagenwahnsinn und eben auch darum, dass Stiftungen die I-Tranchen bekommen. Außerdem gibt es in der Regel ein neutrales Reporting obendrauf, um nicht nur den Bestand sondern auch die Entwicklung dessen nachvollziehen zu können.


Merke


Ausgabeaufschlag, Direktbank, I-Tranche – diese drei Eckpunkte sollten Stiftungen beim Fondskauf im Hinterkopf haben. Denn was ich vorne nicht ausgebe, muss ich „hinten“ nicht obendrauf verdienen. Die Infrastruktur hinter der Fondsanlage ist hier heute ein entscheidender Faktor und muss passen. Wenn nicht? Dann wird sie eben passend gemacht.


Tipp: FondsDISCOUNT.at versteht sich als Partner für die kostengünstige Fondsanlage für Stiftungen. Eine sehr breite Fondsauswahl, die komplette Einsparung von bankenüblichen Depotgebühren sowie die vollständige Rabattierung des Ausgabeaufschlags machen das Leistungsspektrum des Berliner Fondsvermittlers FondsDISCOUNT.at für Stiftungen interessant. Bei Fragen zu unserem Service kommen Sie gerne auf uns zu: Kontakt