Es zieht sich durch alle gesellschaftlichen Ebenen: Mit einem guten Namen hat man Erfolg, sei es als Anwalt, Zahnarzt oder mit einer Automarke und einem Whisky-Label. Doch der gute Ruf des Namens muss wohlklingend, vertraut und ohne jegliche Disharmonien wirken. Dazu laufen bei den meisten Unternehmen die Marketingmaschinen auf Hochtouren. Das Ziel: Präsens in den Medien durch gezielte Werbung und Newsartikel sowie ein tadelloser Kundenservice und tatsächlicher Erfolg. Auch in der Investmentbranche gehört der gute Name zum Erfolgsrezept. Denn Fondsgesellschaften müssen sich neuen Herausforderungen stellen.


Die Konkurrenz passiver Produkte


In den letzten Jahren hat die Popularität von passiv verwalteten Indexfonds zugenommen – vor allem in den USA. Für Anleger spielt dabei die Gebührenstruktur eine wesentliche Rolle. Auch durch eine langanhaltende Börsenrally ist es für Anbieter aktiv verwalteter Fonds nicht leichter geworden, den Vergleichsindex zu schlagen. So können Anleger für geringere Kosten am vermeintlichen Aufschwung profitieren. Trotzdem können viel Fondshäuser weiterhin wachsen und kommen auf beträchtliche Mittelflüsse. Das Analysehaus Cerulli Associates hat sich die Frage gestellt, wie dies gelingt und hat dazu eine Studie veröffentlicht. Dafür wurde das amerikanische Asset-Management-Feld in verschiedene Größenklassen, gemessen am verwalteten Vermögen in aktiv gelenkten Publikumsfonds, eingeteilt. Es kam heraus, dass besonders die Big Player der Branche nach wie vor Mittel einwerben.


Erfolg kommt nicht von ungefähr


Die Analysten stellten fest, dass von den zwölf großen Marktteilnehmern der Branche, welche jeweils mehr als 200 Milliarden Dollar in aktiven Publikumsfonds verwalten, es nahezu 50 Prozent schafften, in den vergangenen fünf Jahren den Umsatz zu steigern und so den Marktanteil auszuweiten. Im Verhältnis zu sämtlichen Fondsgesellschaften schaffte dies demnach nur gerade mal ein Drittel. So stellte man sich die Frage, woher der Erfolg der großen Giganten wohl kommt. Dabei kam heraus, dass zwei entscheidende Faktoren den Erfolg ebnen: Zum einen haben erfolgreiche Gesellschaften im Unternehmenskonzept eine kraftvolle Markenstrategie integriert. Um eine Marke zu dauerhaftem Glanz zu führen und vor allem auf dem Niveau zu halten, bedarf es großer Anstrengungen in finanzieller und auch zeitlicher Hinsicht. Das hätten viele Unternehmen erkannt. Zum anderen geht es um den guten Ruf. Zum Erfolg sei eine gute Reputation unabdingbar. Vielen Gesellschaften würde es gelingen, in den Köpfen der Finanzberater und sogar der Endkunden als feste Anlaufadresse für Fonds verankert zu sein. Bei der Befragung von rund 2.000 Finanzberater hat Cerulli festgestellt, dass Beratern bei der Auswahl von Asset Managern der Ruf des Unternehmens wichtig ist. Nahezu die Hälfte gab an, dies in den Auswahlprozess miteinzubeziehen. Zudem würden Fondsgesellschaften in hohem Maß von der Loyalität profitieren. Trotz eines großen Zeit- und Arbeitsaufwandes sei sie eine tragende Säule des Wachstums. Kleinere Anbieter könnten durch einen umfassenden und guten Service vor allem in Nischen erfolgreich sein.


Erfolgreiche Asset Manager


Großen Fondshäuser wie die DWS und Amundi meldeten dieses Jahr bisher Gewinnsteigerungen. Die DWS konnte die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent steigern, den Gewinn sogar um 22 Prozent. Auch Amundi konnte im ersten Halbjahr 2019 drei Prozent mehr Gewinn als im Halbjahr zuvor generieren. Beim weltgrößten Vermögensberater BlackRock schrumpfte zwar der Gewinn, dieser lag im zweiten Quartal aber immer noch bei einer Milliarde Dollar. Zudem konnte die Gesellschaft den Umsatz in dem Zeitraum um neun Prozent steigern.


Und welches Haus hat die besten Fonds? Das in Berlin ansässige Analysehaus Scope geht dem regelmäßig nach und erstellt ein Asset Manager Ranking. Dabei sortiert Scope Fondsanbieter nach ihrem Anteil an Fonds mit von Scope erstellten Top-Ratings. Die erfolgreichste große Gesellschaft war bis zuletzt der amerikanische Anbieter MFS Investment Management (Stand 31.03.2019). Auf den Plätzen lagen Legg Mason und BlackRock.  


 


 


Fonds von erfolgreichen Gesellschaften

 


DWS US Growth (ISIN: DE0008490897)

Der Fonds investiert vorrangig in große und mittelgroße US-amerikanische Aktien mit guten Wachstumsperspektiven. Aktien kanadischer und mexikanischer Unternehmen können beigemischt werden. Branchenspezifische Anlagenschwerpunkte des im Jahr 1994 aufgelegten Fonds sind Technologie, zyklische Konsumgüter und Gesundheit/Healthcare.


 


BlackRock Global Funds - World Technology Fund  (ISIN: LU0056508442)

Der World Technology Fund A2 aus dem Jahr 1995 investiert hauptsächlich in den USA. Dabei steht der Technologie-Sektor absolut im Vordergrund. Ziel ist der maximale Gesamtertrag. Zu den Top-Holdings zählen Tencent, Amazon und Alphabet.


 


NORDINTERNET (ISIN: DE0009785303)

Aus dem Hause Amundi stammt dieser Aktienfonds aus dem Jahr 1998. Als Anlageziel strebt NORDINTERNET den langfristigen Vermögensaufbau durch Wertzuwachs an. Dieses Anlageziel soll vor allem durch die gezielte Auswahl aussichtsreicher internationaler Aktienwerte aus dem Bereich des Internets erreicht werden. Schwergewichte im Portfolio sind Amazon, Facebook und Netflix.


 



 


 


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