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Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds 'Die Emittenten haben ihre Hausaufgaben gemacht'

Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds Foto: © / Hans-Jürgen Friedrich, Vorstand der KFM Deutsche Mittelstand AG

Hans-Jürgen Friedrich und sein Team von der KFM Deutsche Mittelstand AG sind Experten für die Anlageklasse Mittelstandsanleihen. Wir haben mit dem Vorstand über das Marktumfeld, aussichtsreiche Titel und natürlich seinen Fonds gesprochen.


FondsDISCOUNT.at: Herr Friedrich, bevor wir auf Ihren Fonds zu sprechen kommen, geben Sie uns gerne zunächst eine kurze Einschätzung zum Markt: Wie ist es um das in der Vergangenheit doch immer wieder krisenbehaftete Segment „Mittelstandsanleihen“ derzeit bestellt und welche Neu-Emissionen halten Sie für aussichtsreich?
Hans-Jürgen Friedrich:
Wir hatten bereits zum Jahreswechsel 2016/2017 prognostiziert, dass sich eine Beruhigung und der Trend zu mehr Professionalität durchsetzen werden. Die großen Ausfälle in diesem Marktsegment liegen hinter uns. Die emissionsbegleitenden Banken als auch die Emittenten hatten mit Einführung des Best-Practice-Guide durch die Börse Frankfurt begonnen, die Handlungsempfehlungen zu beachten. Das ist für alle Beteiligten eine erfreuliche Entwicklung, die sich nach meiner Meinung erst seit 2017 auswirkte und auch wegen der Einführung der MiFiD-Richtlinie fortschreiten wird. Die zahlreichen Platzierungserfolge von Emissionen belegen, dass die angemahnten Hausaufgaben gemacht werden.

Für den Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds sind dabei insbesondere die Emittenten erfolgsversprechend, die über ein gut etabliertes Geschäftsmodell verfügen und bei denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sich die Bonität des Unternehmens künftig verbessert. Unternehmen wie zum Beispiel Alfmeier, SNP AG, ALBA, Demire konnten ihr Geschäftsmodell so erfolgreich weiterentwickeln, dass die Anleihen  im  Kalenderjahr 2017 vorzeitig zurückgezahlt wurden. Die erfreulichen betriebswirtschaftlichen Entwicklungen bei der MetalCorp, der PCC, der Euroboden und der Neuen Zahnradwerke Leipzig wurden genutzt, um frühzeitig die Anschlussfinanzierung sicherzustellen. Auch in diesem Jahr haben wir weitere Perlen entdeckt, die in das Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds aufgenommen wurden. Eine transparente Übersicht über alle Investments des Fonds wird auf der Internetseite des Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds zur Verfügung gestellt.

Nun könnte man sich einzelne Mittelstandsanleihen ja auch so ins Depot holen – was spricht aus Ihrer Sicht für oder gegen solche Direktinvestitionen?
Eine breite Streuung auf verschiedene Anlageformen ist aus unserer Sicht von entscheidender Bedeutung. Anstatt in Einzeltitel zu investieren ist es sinnvoller Fonds zu nutzen. Anleger, die Direktinvestments in Anleihen bevorzugen sollten zuvor eine gewissenhafte Analyse der Bonität des Unternehmens und der Qualität der Anleihe vornehmen und anschließend auch laufend überwachen können. Bei vielen Anleihen handelt es sich zunehmend um Private Placements bei denen ein Mindestanlagebetrag ab 100.000 Euro angelegt werden muss. Hier entsteht für den Anleger ein mögliches Klumpenrisiko. Würden anstatt dessen die 100.000 Euro in den Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds angelegt, ist das Risiko auf derzeit 53 verschiedene Anleihen verteilt, die sorgfältig ausgewählt und fortlaufend überwacht werden.

Seit November 2013 bieten Sie mit dem Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds (ISIN: LU0974225590) einen breit gestreuten Zugang zu dieser Assetklasse. Wie wählen Sie die in Frage kommenden Unternehmen aus?
Dem Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds stehen alle festverzinsliche Wertpapiere von familien- bzw. inhabergeführten Unternehmen und von Unternehmen, die dem DAXplusFamily 30 oder den TOP-500 Familienunternehmen zuzurechnen sind und an einem Börsenplatz in Deutschland gehandelt werden können, als Anlageuniversum zur Verfügung. Für den Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds werden die Wertpapiere mit Hilfe des eigens dafür entwickelten KFM-Scoring-Modells analysiert. Das KFM-Scoring orientiert sich bei seinen Analysen speziell an den Anforderungen des Anleihenmarktes und wird in diesem Zusammenhang aus der Perspektive eines klassischen Kreditbankers durchgeführt. So werden neben den üblichen Zahlen, Daten und Fakten zum Beispiel auch die möglichen stillen Reserven mittelständischer Unternehmen berücksichtigt, die nach HGB nicht ausgewiesen werden dürfen. Ferner berücksichtigen wir Planzahlen und Investitionsmodelle der Unternehmen. Aber auch die Eigenarten des Anleihemarktes für mittelständische Unternehmen, wie Bekanntheitsgrad des Emittenten oder Einbeziehung der Kunden des Emittenten bei der Platzierung der Anleihe, werden betrachtet. Bei der Unternehmensanalyse werden die Bilanzen von mindestens drei Jahren herangezogen und die daraus ermittelten Kennzahlen einem Zeitvergleich unterzogen. Als Datengrundlage werden eigene Datenbanken, die veröffentlichten Geschäftsberichte des Unternehmens, Research- und Branchenberichte, Ratingreporte und externe Datenbanken, Internetrecherchen und eigene Interviews mit der Geschäftsführung des Emittenten und/oder der begleitenden Emissionsbank genutzt. Der Schwerpunkt der Analyse eines Unternehmens liegt auf der Beurteilung des betriebswirtschaftlichen Cash-Flows, von Bilanzkennziffern, der Plausibilitätsprüfung zentraler Aussagen zum Lagebericht und Anhang sowie den direkten Gesprächen mit Management und beteiligten Emissionsbegleitern.

Mussten Sie bereits Zahlungsausfälle hinnehmen oder hat Ihr KFM-Scoring bislang gut funktioniert?
Totalausfälle einzelner Positionen im Fonds konnten bislang verhindert werden. Entweder war der Fonds in diesen Titeln nicht investiert oder das KFM-Scoring hatte frühzeitig ein Verkaufssignal generiert. Trotz der gewissenhaften Analyse und der fortlaufenden Überwachung ist der Fonds von dem vorläufigen Insolvenzverfahren der GEWA-Anleihen betroffen. Hierbei handelt es sich um eine Anleihe, die mit erstrangigen Grundschulden für den Anleger besichert sind. Wir haben dafür Sorge getragen, dass einer der besten Anwaltskanzleien in Deutschland die Rechte der Anleihengläubiger vertritt und damit der Schaden so niedrig wie möglich gehalten werden kann. Der GEWA-Fall verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig eine breite Streuung der angelegten Summe in verschiedene Investments ist. Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS war durch die breite Streuung nur in Höhe von zwei Prozent betroffen. Die breite Streuung des Fonds auf verschiedene Titel und eine ausgefeilte Anlagetaktik hat dazu geführt, dass der entstandene Kursrückgang überkompensiert werden konnte.

Wie ist Ihr Portfolio aktuell bestückt?
Der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds verfügt über ein Fondsvolumen von rund 79,5 Millionen Euro und ist aktuell in 53 verschiedene  Anleihen investiert. Derzeit überwacht die KFM Deutsche Mittelstand AG Anleihen in einem Gesamtumfang von rund 75 Milliarden Euro. Dabei stellen wir fest, dass sich immer wieder interessante Perlen aus dem Themenfeld „Mittelstand“ finden lassen.

Was für Anleger natürlich immer von großem Interesse ist, ist die Frage nach der Performance. Wie hat sich Ihr Fonds also bislang geschlagen?
Der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds strebt als Anlageziel eine Renditeentwicklung in Höhe von drei Prozentpunkten über der Rendite von fünfjährigen Bundesobligationen an. Der aktuelle durchschnittliche Zinskupon der Anleihen im Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds liegt bei 6,32 Prozent p.a. Die Ausschüttungsrendite nach Kosten lag in den vergangenen Jahren stets über vier Prozent p.a. und auch für die kommenden Jahre wird auf der Basis der aktuellen Durchschnittsverzinsung mit einer stabilen Ausschüttungsrendite oberhalb von vier Prozent geplant. Unsere Anleger schätzen aber nicht nur die attraktive Rendite, sondern auch die Transparenz und die fortlaufende Berichterstattung zu jedem Investment und jeder Transaktion des Fonds. Die ausschüttungsbereinigte Wertentwicklung von 20,54 Prozent seit Fondsauflage und die nachhaltige Ausschüttungsrendite von über vier Prozent p.a. zeigen sich auch in der Beurteilung von externen Analysten.

Gibt es für den Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds unabhängige Bewertungen?
Wesentlicher Erfolgsfaktor für den Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds ist neben der sorgfältigen Auswahl und der täglichen Überwachung der Investments ebenso die Nachhaltigkeit der Erträge. Der Fonds wird vom Finanzinformations- und Analyseunternehmen Morningstar und von der FWW Fundservices GmbH aktuell mit 5 von 5 möglichen Sternen bewertet.  Mit der besten €uro FondsNote 1 wird der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds im Fondsrating der Finanzen Verlag GmbH bewertet. Darüber hinaus wurde der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds Anfang Mai dieses Jahres von den Analysten der GBC-Research als einer der Hidden-Champions-Fonds identifiziert. Danach  gehört der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds zu den neun Fonds – von insgesamt rd. 9000 Publikumsfonds –, die nach Einschätzung der Analysten eine der besten Wertentwicklungen verzeichnen. In Bezug auf risikoadäquate Performance wurde dem Fonds ein besonders attraktives Rendite/Risiko-Verhältnis und damit eine deutliche Überrendite attestiert. Diese Spitzenbewertungen sind auf der einen Seite eine Bestätigung unserer enormen Fleißarbeit. Sie motivieren aber gleichzeitig das ganze KFM-Team diese Ergebnisse auch in der Zukunft für die Anleger des Fonds zu erzielen.

Herr Friedrich, vielen Dank für dieses Interview!

Tipp: Der Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds ist über FondsDISCOUNT.at ohne den branchenüblichen Ausgabeaufschlag erhältlich.


13.06.2018,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.at oder rufen uns unter der Service-Nummer 01 365215 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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Deutscher Mittelstandsanleihen FONDS M von Finexis S.A.

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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