„Bei Schäuble hängt bestimmt ein Heiligenbild von Mario Draghi im Schlafzimmer“, vermutet Robert Halver mit einem Augenzwinkern. Dass die Politik von den niedrigen Zinsen massiv profitiert, ist jedoch kein Geheimnis. Die Folgen dieser „EZB-Planwirtschaft“ sind jedoch kaum mehr umzudrehen. Halver prognostiziert daher, dass es wohl nie wieder zu einer Normalisierung der Geldpolitik weltweit kommen wird.


Die Kritik an Mario Draghi als Schuldigen lässt Halver aber nicht durchgehen, denn niemand aus der Politik hätte die Zeit der Niedrigzinsen genutzt, um dringend notwendige Reformen einzuleiten. Je länger die Finanzmärkte mit Drogen versorgt würden, desto schlimmer sei der Entzug. Die leichten Zinserhöhungen in den USA sind für Halver folglich auch ein „Methadon-Programm“.


Dennoch blieben die Notenbanken die Aorta der Finanzmärkte und haben dafür gesorgt, dass eine ganze Anlageklasse geklaut wurde. Warum der Weltspartag kein Feiertag mehr, sondern ein Volkstrauertag ist, erzählt Halver im Video-Interview mit FondsDISCOUNT.at-Vertriebsleiter Thomas Soltau an der Frankfurter Börse.


Interview mit Robert Halver von der Baader Bank