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Hedgefonds Flexibilität und Regulierung: Hedgefonds als alternatives Anlageprodukt

Dach-Hedgefonds sind in Deutschland für Kleinanleger zugelassen. Foto: © / sittinan / FotoliaPrivatanleger können sich an Dach-Hedgefonds beteiligen

Zur Jahrtausendwende gehörten Hedgefonds zu den am stärksten wachsenden Anlageprodukten. Doch in den Jahren der Finanzkrise war der Ruf umstritten. Wie funktionieren Hedgefonds eigentlich?


Der Name ist irreführend: to hedge bedeutet absichern. Ursprünglich wurden Hedgefonds auch zur Absicherung gegen diverse Risiken gegründet. Jede Wertpapierposition eines solchen Fonds wurde durch einen entsprechenden Terminkontrakt abgesichert. Doch heutzutage haben diese Investments mit Absicherung nichts mehr zu tun und zielen vielmehr auf eine maximale Rendite. Das prägende Merkmal eines Hedgefonds ist eine besonders offensive Anlagestrategie. Das Mindestanlagevolumen der meisten Hedgefonds liegt dabei bei 500.000 Euro oder mehr. Obwohl Hedgefonds nur einer begrenzten Personengruppe zugänglich sind, haben sie ein erstaunliches Volumen und können dadurch einen gewissen Einfluss auf das Wirtschafts- und Finanzsystem nehmen. Viele Hedgefonds sind an Offshore-Finanzplätzen registriert, da sie dort nur geringen Einschränkungen durch die jeweilige Kapitalmarkt-Gesetzgebung unterliegen und von niedrigen Steuern und Transaktionsgebühren profitieren. Neben vermögenden Privatpersonen legen Pensionsfonds, Lebensversicherungen und Stiftungen ihr Kapital in Hedgefonds an.

Hedgefonds unterliegen grundsätzlich nur wenigen Anlagerichtlinien. Zudem haben Hedgefonds eine nur geringe Verfügbarkeit, denn Anteile können an der Börse nicht gekauft oder verkauft werden. Generell sind sie nicht auf eine bestimmte Strategie festgelegt und ermöglichen es, sowohl an steigenden als auch an fallenden Märkten zu partizipieren. Zunehmend wird die Strategie verfolgt, geringste Kursunterschiede für das selbe Wertpapier an unterschiedlichen Börsenplätzen auszunutzen. Um mit diesen Kursdifferenzen einen annehmbaren Gewinn zu erzielen, muss der Hedgefonds den Einsatz vervielfachen. Diese Geschäfte werden oft in Millisekunden über Computer abgewickelt. Der Erfolg eines Hedgefonds ist in hohem Maße vom Geschick des Fondsmanagers und der Qualität der von ihm verwendeten finanzmathematischen Modelle abhängig. Anhand der Erfahrungen der Finanzkrise einigten sich die Finanzminister der G-20-Staaten im März 2009 darauf, eine Registrierungspflicht für Hedgefonds einzuführen und planten, die hundert weltweit größten Hedgefonds zu kontrollieren. In Deutschland ist unter Aufsicht der BaFin der Fremdkapitaleinsatz begrenzt.

Deutschland: Dach-Hedgefonds für Privatanleger

Laut Kapitalanlagegesetzbuch(KAGB) können sich Privatanleger in Deutschland nur über sogenannte Dach-Hedgefonds beteiligen, die an der Börse gehandelt werden. Zudem ist geregelt, dass diese nur unter bestimmten eingeschränkten Bedingungen Hebelung einsetzen dürfen und ihnen Leerverkäufe verboten sind. Die Manager eines Dach-Hedgefonds investieren in eine Auswahl von unterschiedlichen Single-Hedgefonds, die sich hinsichtlich ihrer Anlagestrategie unterscheiden. So wird eine Risikodiversifizierung erreicht, die der eines üblichen Dachfonds ähnlich ist. Der Dach-Hedgefondsmarkt ist in Deutschland recht überschaubar – Sauren Global Hedgefonds (ISIN: LU0191372795), CHARISMA AHM DACH - EUR ACC (ISIN: LU0122454167) und der Franklin K2 (ISIN: LU1093756242) seien hier als Beispiele genannt.

Der Sauren Global Hedgefonds hält ein derzeitiges Volumen von ca. 43,72 Millionen Euro. Laut Anlagestrategie strebt der Fonds die Erzielung eines attraktiven positiven Ertrags in möglichst geringer Abhängigkeit von der Marktentwicklung an. Das Portfolio ist in Hedgefonds unterschiedlicher Anlagestile, Anlagestrategien und Anlageuniversen investiert. „Die Performance setzt auf Langfristigkeit und ist in jüngster Vergangenheit erfreulich“, so Vorstand Eckhard Sauren. Hedgefonds hätten in den letzten Jahren insbesondere gegenüber rentenorientierten Anlagen schwierige Zeiten hinter sich. Nach wie vor würden die Fonds unter strenger Regulierung und abwicklungstechnischen Erschwernissen leiden, sodass die Nachfrage in Deutschland nach wie vor sehr gering wäre. Hinsichtlich alternativer Marktstrategien sei eher ein Trend in Richtung Liquid Alternatives bzw. Absolute Return erkennbar: „In erster Linie ist das so, weil Absolute-Return-Fonds im UCITS-Publikumsmantel einfacher zu erwerben sind,“ erklärt Eckhard Sauren, „viele Anleger mögen auch die tägliche Preisfeststellung der Absolute-Return-Fonds gegenüber der monatlichen Preisfeststellung der meisten Hedgefonds.“

Dach-Hedgefonds bei FondsDISCOUNT.at:

Chart Dachhedgefonds III
21.09.2018,

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Auszug der wesentlichen Risiken Ausführliche Risikohinweise entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

  • Es handelt sich um einen Alternativen Investmentfonds (AIF) nach dem Kapitalanlagegesetz, dessen wirtschaftlicher Erfolg nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden kann. Geplante Auszahlungen können geringer als prognostiziert oder gänzlich ausfallen.
  • Alternative Investmentfonds (AIF) sind nicht täglich handel- und/oder verfügbar. Die vorzeitige Veräußerbarkeit der Beteiligung eines Anlegers ist nur sehr eingeschränkt z.B. über sog. Zweitmarkt-Plattformen möglich, da für die Anteile an Alternativen Investmentfonds (AIF) kein einheitlich geregelter Markt existiert.
  • Es besteht ein Risiko hinsichtlich Änderungen der gesetzlichen und/oder steuerlichen Grundlagen.
  • Die wesentlichen Grundlagen der steuerlichen Konzeption der Alternativen Investmentfonds (AIF) sind allgemeiner Natur. Vor einer Beteiligung sollte der Anleger die konkreten Auswirkungen der Beteiligung auf seine individuelle steuerliche Situation überprüfen, es wird empfohlen, zu diesem Zweck einen Steuerberater zu konsultieren.
  • Grundsätzlich besteht ein Risiko der Insolvenz der Vertragspartner und/oder der Kapitalverwaltungsgesellschaft.
  • Es besteht das Risiko des Totalverlusts der Einlage zzgl. Ausgabeaufschlag und evtl. zusätzlichen privaten Vermögensnachteilen.

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