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Anleger sollen zahlen Insolvenzverwalter von EN Storage fordert Auszahlungen zurück

Datenspeicher Foto: © / sonjanovak / FotoliaDie Server von EN Storage existierten offenbar nie.

Auszahlungen aus den letzten vier Jahren vor dem Insolvenzantrag sollen offenbar durch die Anleger rückerstattet werden. In Stuttgart hat nun auch der Prozess gegen den zweiten Geschäftsführer begonnen.


Neue schlechte Nachrichten für EN-Storage-Investoren: Der Insolvenzverwalter hat offenbar erste Anleger angeschrieben und die Auszahlungen, welche die EN Storage GmbH in den letzten vier Jahren vor dem Insolvenzantrag an die Anleger leistete, zurückgefordert, wie eine Düsseldorfer Rechtsanwalt Kanzlei informiert:

„Hintergrund für die Rückforderungen von Insolvenzverwalter Leichtle ist die Insolvenzanfechtung. Den Rückforderungsanspruch stützt er u.a. darauf, dass die Insolvenzschuldnerin ein „Schneeballsystem“ betrieben habe und es damit keinen Rechtsgrund für die an die Anleger geflossenen Zahlungen gab“, heißt es in dem Schreiben. Allerdings hätten erst einige Anleger den Brief erhalten, da laut Insolvenzverwalter noch nicht überall der Sachverhalt geklärt sei. Zudem soll im Gläubigerausschuss vereinbart worden sein, zunächst solche Musterprozesse zu führen.  

 

Auch zweiter Prozess begonnen

Der Anlegerskandal wird gerade in zwei Prozessen aufgearbeitet. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet Betrug. Einer der beiden Geschäftsführer von EN Storage hat bei seinem Prozessauftakt Anfang Juli eine Mitttäterschaft am Schneeballsystem abgestritten, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Im gleichen Verfahren ist auch seine Frau angeklagt, die als Steuerberaterin für EN Storage tätig war.

In einem separaten Prozess hat der zweite Geschäftsführer bereits ein Geständnis abgelegt und seinen ehemaligen Geschäftspartner als die treibende Kraft in dem Betrugssystem dargestellt. Laut Zeitung wird der Staatsanwalt zehn bis zwölf Jahre Haft fordern. Dieses Strafausmaß droht auch seinem ehemaligen Mitgeschäftsführer.

 

Über EN Storage

Ende Februar 2017 hatte EN Storage Insolvenz angemeldet. Der Skandal kam erst im Anschluss im vollen Umfang ans Licht: Anlegern wurden Verzinsungen von fünf und sieben Prozent auf die Wertpapiere von EN Storage versprochen, das Geld sollte direkt in neue Server fließen, die dem Namen des Anlegers persönlich zugeordnet seien. In der letzten Bilanz hatte EN Storage noch einen Jahresumsatz von mehr als 55 Millionen Euro angegeben und war seit seiner Gründung im Jahr 2009 nach eigenen Angaben stetig gewachsen. Jetzt ist die EN Storage GmbH pleite.

Die Millionengewinne waren scheinbar erfunden, angeblich gekaufte Datenspeicher sind unauffindbar. Der Insolvenzvertreter erklärt bereits im April, dass ein Großteil des in der Bilanz aufgeführten Geschäftsvolumens nie existiert habe. Offenbar seien „die Gelder der Anleger nicht in die versprochene Infrastruktur investiert worden“.

Für den Aufbau der Infrastruktur sammelte EN Storage bei mehr als 2000 Anlegern Gelder ein. Der Mindesteinsatz betrug 1000 Euro. Der Schaden soll rund 95 Millionen Euro betragen. Den Anlegern droht der Totalverlust.

12.07.2018,

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