Service-Telefon täglich von 8 bis 22 Uhr:   01 365215

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

Wasserfonds Investieren in eine der drängendsten Menschheitsaufgaben

Wasserfonds für Privatanleger Foto: © / by-studio / FotoliaHierzulande eine Selbstverständlichkeit - doch sauberes Wasser ist in vielen Teilen der Welt nicht zugänglich

Heute, am 22. März ist Weltwassertag – er erinnert an die in weiten Teilen der Welt kritische Wasserversorgung. Für Anleger eröffnet das Thema Wasserver- und -entsorgung in Form von Wasserfonds interessante Investmentchancen.


Ob der Ganges in Indien, der Citarum in Indonesien oder etwa der Jangste in China – die Liste an Flüssen, die nur noch eine giftige Brühe transportieren wird immer länger. Und doch werden die einstigen Lebensadern weiterhin zwangsläufig als Trinkwasserquellen genutzt. So sind die Zahlen die von der UNO erhoben wurden, mehr als dramatisch: Demnach haben etwa zwölf Prozent der Weltbevölkerung, dies sind etwa 900 Millionen Menschen, keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Stattdessen müssen vielerorts verunreinigte Gewässer zum Trinken und für die Zubereitung von Speisen genutzt werden. Dies hat nach Angaben des Weltwasserrats zur Folge, dass täglich 4.500 Kinder sterben.

Noch gravierender gestaltet sich die Entsorgung von Abwasser: Schätzungen zufolge haben gut 2,4 Milliarden Menschen, dies ist ein Drittel der Weltbevölkerung, keine sanitären Anlagen. Aus gesundheitlicher und hygienischer Sicht zählen die mangelnde Wasserver- und -entsorgung zweifelsohne zu den drängendsten Problemen der Menschheit. Auch, weil die Weltbevölkerung weiterhin drastisch im Wachstum begriffen ist. Die UN haben im Juni 2017 prognostiziert, dass die Weltbevölkerung von heute, dies sind etwa 7,6 Milliarden Menschen, im Jahr 2050 auf 9,8 Milliarden Menschen anwachsen wird. Im Jahr 2100 könnten es unvorstellbare 11,2 Milliarden Menschen sein – und jeder einzelne braucht sauberes Wasser und produziert Schmutzwasser.

Wasserfonds: Rendite mit gesellschaftlichem Nutzen verbinden

Die Erschließung von Wasserressourcen, die Wasseraufbereitung und -versorgung und die Entwicklung entsprechender Technologien gewinnt somit zunehmend an Bedeutung. Wer in solche Unternehmen investieren möchte, findet in Deutschland laut einer Untersuchung der Ratingagentur Scope 15 Wasserfonds zur Auswahl. Gezählt wurden Fonds, die zu mindestens 90 Prozent in Unternehmen des Wassersektors investieren. Hierzu zählen Unternehmen, die Technologien, Produkte oder Dienstleistungen mit Bezug zur Wertschöpfungskette Wasser anbieten. Zusammen verwalten diese Wasserfonds per Ende Februar 2018 nach Berechnungen von Scope ein Vermögen von rund 9,2 Milliarden Euro. 8,1 Milliarden hiervon entfallen auf aktiv gemanagte Wasserfonds, 1,1 Milliarden Euro werden von zwei passiven ETFs verwaltet. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor lag das verwaltete Vermögen noch bei nur rund 7,5 Milliarden Euro – das Thema weckt demnach immer mehr Interesse.

Der größte Fonds ist der Pictet Water (ISIN: LU0104884860), der mit 18 Jahren zugleich der dienstälteste Wasserfonds am deutschen Markt ist. Das verwaltete Vermögen im Pictet Water beläuft sich auf rund 4,6 Milliarden Euro. Der Fonds verzeichnet seit seiner Auflegung kontinuierliche Zuflüsse, was eine effiziente Umsetzung der Anlagestrategie zusehends erschwert. Aus diesem Grund hat Pictet Asset Management mit Wirkung zum 1. September 2017 beschlossen, den Fonds für neue Anleger teilweise zu begrenzen („Soft Close“). Diese Beschränkung  greift aber erst ab einer Anlagesumme von einer Million Euro – kleinere Summen sind möglich. Im Portfolio dominieren amerikanische Titel aus dem Bereich Wasserwirtschaft.

Bleibt die Frage nach der möglichen Rendite. Die Scope-Analysten beziffern die durchschnittliche Performance von Wasserfonds nach Kosten über einen Zeitraum von fünf Jahren im Schnitt auf 9,5 Prozent. Der beste Wasserfonds mit einer jährlichen Performance von 12,1 Prozent und einer vergleichsweise geringen Schwankungsbreite ist nach Angaben von Scope der RobecoSAM Sustainable Water Fund (ISIN: LU0133061175). Auch hier ist das Portfolio USA-lastig zusammengesetzt. Das „Sustainable“ im Namen zeigt zugleich an, dass der Robeco-Fonds nach Nachhaltigkeitskriterien gemanagt wird – im Bereich Wasserfonds ist dies keine Selbstverständlichkeit. Aktuell berücksichtigen laut Scope nur acht der 13 aktiven Wasserfonds ökologische, ethische, soziale und/oder Governance-Aspekte (ESG-Kriterien). Geht es nach dem größten Volumenzuwachs in einem Jahr, wäre der Parvest Aqua Classic (ISIN: LU1165135440) zu nennen: Der jüngste Wasserfonds – Auflage war im Juli 2015 – konnte sein verwaltetes Vermögen zuletzt um 830 Millionen Euro steigern, das Fondsvolumen liegt aktuell bei über einer Milliarde Euro.

Die folgende Übersicht zeigt die von Scope erfassten Wasserfonds absteigend nach Volumen:


Tipp: Über FondsDISCOUNT.at kaufen Sie Ihren Wasserfonds ohne den branchenüblichen Ausgabeaufschlag!

Weiter Artikel zum Thema Wasserfonds:

Kostbares Nass – Mit Wasserfonds in die Zukunft investieren
Investment-Thema – Wasserfonds für Privatanleger

22.03.2018,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.at oder rufen uns unter der Service-Nummer 01 365215 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Produkte zu diesem Thema

Pictet - Water-P EUR von Pictet Asset Management (Europe) S.A.
RobecoSAM Sustainable Water Fund B von GAM (Luxembourg) S.A.
PARVEST Aqua C von BNP Paribas Asset Management Luxembourg

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

Ähnliche Artikel finden

» » » » Wasserfonds - Investieren in eine der drängendsten Menschheitsaufgaben

Suchbegriffe, die Leser mit diesem Thema verbinden


Mehr aus dem Bereich Aktienfonds

DB Platinum IV Platow Fonds DB Platinum IV Platow Fonds - Stockpicker-Fonds wird in anderen DWS-Fonds übertragen Per 4. Dezember 2018 fusioniert der DB Platinum IV Platow-Fonds mit dem DWS Concept Platow Fonds. Wir haben bei pfp Advisory nachgefragt, was sich hierdurch an der Anlagestrategie des Aktienfonds ändert. mehr...

Nebenwerte Nebenwerte - Auf die richtige Mischung kommt es an Bei Anlegern stehen Blue Chips als Aktien großer Konzerne deutlich höher im Fokus als Small Caps. Doch bergen Nebenwerte und Aktien aus SDAX-notierten Unternehmen viel Potenzial und eignen sich mehr...

Interview Interview - Mark Mobius: „Marktkorrektur eröffnet viele aufregende Möglichkeiten“ Der Asien- und Schwellenländer-Experte startet den ersten Fonds unter seinem Namen. Mark Mobius spricht im Interview mit FondsDISCOUNT.de über seine in diesem Jahr gegründete Gesellschaft und mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen
social media