FondsDISCOUNT.at: Anleger können mit dem „Multi Asset Target Income 2024“ (kurz: MATI 2024, ISIN: LU1777188076)  rund 2 Prozent Ausschüttung p.a. erwarten. Vor den Auswirkungen der Niedrigzinsen hatten klassische Laufzeitfonds meist Anleihen im Portfolio. Das ist heute nicht mehr so einfach darstellbar. Wie hat sich Ihr Zugang zu Laufzeitfonds dadurch verändert?


Carsten Roemheld: Das klassische Laufzeitfondskonzept lässt sich im heutigen Marktumfeld nicht mehr allein mit Anleihen umsetzen. Wir haben uns daher gefragt, wie man einem Anleger die Charakteristika dieses klassischen Konzeptes mit einer alternativen Anlageform trotzdem liefern kann, also einen limitierten Anlagehorizont, einen attraktiven Koupon, niedrige Schwankungen und die Rückzahlung des Kapitals am Laufzeitende. Das Ergebnis ist also ähnlich, die Vorgehensweise aber vollkommen unterschiedlich. Beim Autokauf fragt der Kunde in der Regel auch nicht unbedingt danach, wie der Motor und das Getriebe funktionieren, er möchte einfach fahren. Und das Lieblingslied bleibt immer das gleiche, ob man es auf CD hört oder als Audio-Datei auf dem Smartphone. 


 


Die Laufzeit des MATI 2024 ist auf sechs Jahre festgelegt. Warum gerade diese Zeitspanne?


Die Zeitspanne umfasst ganz grob einen Investmentzyklus und gibt dem Fondsmanagement daher eine gute Möglichkeit, das Anlageergebnis des Fonds relativ treffsicher prognostizieren zu können. Das Management ist genau auf diese Zeitspanne ausgerichtet und hat die Rückzahlung des Kapitals am Laufzeitende klar im Fokus. So können wir wechselnde Marktsituationen jederzeit mit Blick auf die Fälligkeit ausnutzen.


 


Was erwartet Fidelity an Marktbewegungen in diesem Zyklus?


Wir machen uns keine Illusionen, dass sich die Märkte in der gleichen positiven Art und Weise weiterentwickeln wie das in den letzten Jahren passiert ist. Wir erwarten daher in diesem Zyklus durchaus, dass sich das Marktumfeld schwieriger gestalten wird, beziehungsweise dass man durchaus auch mit einer Rezession im Verlauf rechnen muss. Gerade auch deshalb ist der Anteil der marktexponierten Strategien recht gering, das heißt der Anteil an direktionalen Positionen, die einer klassischen Asset Allocation entsprechen. Dies geschieht auch, um die Schwankungen im Portfolio so gering wie möglich zu halten und der Stabilität des Fonds Nachdruck zu verleihen. Ein deutlich größerer Anteil des Portfolios ist marktneutral aufgestellt, das heißt von der Richtung der Marktbewegungen weitgehend unabhängig und damit schwankungsmindernd. Dieser Teil beinhaltet die besten Anlageideen unseres global aufgestellten Research-Teams.


 


Und wenn doch ein Crash kommt?


Dann sind wir durch die Portfoliokonstruktion darauf vorbereitet. Erstens sollte das Portfolio aufgrund der oben beschriebenen Aufteilung deutlich weniger fallen als der Gesamtmarkt, und zweitens werden wir das Portfolio entsprechend auf ein dann wieder attraktiveres Umfeld für die klassischen Anlagesegmente aufstellen, um im Nachgang von einer entsprechenden Erholung profitieren zu können. 


 


Aktien und Anleihen reichen allein nicht mehr aus, um die 2 Prozent p.a. zu erzielen. Wie groß ist deren Anteil im Portfolio?


Der Anteil von Aktien oder Anleihen im Portfolio dürfte sich im einstelligen Prozentbereich bewegen. Der Bereich der klassischen Anlagesegmente beträgt nach Auflegung des Fonds rund 20 Prozent. Aufgrund der Einordnung des Fonds in die Risikokategorie SRRI 3 darf die entsprechende Volatilität ja ohnehin nicht mehr als 5 Prozent betragen. Hier können also keine massiven Ausweitungen der Aktienquote erwartet werden. Eine Aktienquote von über 20 Prozent ist vor diesem Hintergrund kaum zu erwarten.


Also werden rund 80 Prozent der Portfolios marktneutral aufgestellt. Können wir hier noch etwas ins Detail gehen?


Marktneutrale Strategien bieten den Vorteil, dem Marktrisiko nicht oder nur sehr wenig ausgesetzt zu sein. Das heißt, wir sichern das Marktrisiko bei diesen Positionen ab. Hier finden die besten Anlageideen des Fidelity Research Anwendung. Hierunter fallen zum Beispiel Opportunistische Ideen wie die Positionierung bestimmter Regionen gegeneinander oder bestimmter Marktfaktoren wie Growth vs. Value, Large vs. Small, High Yield vs. Investment Grade etc. So könnte beispielsweise der DAX gegenüber dem Euro Stoxx positioniert werden, um von einer relativ besserer Entwicklung des deutschen Marktes gegenüber dem europäischen zu profitieren. 


Ein anderer Bereich sind die sogenannten „Portable Alpha“-Strategien, bei denen der aktive Ansatz eines nachhaltig gut performenden Fondsmanager gegenüber einem Index positioniert wird, das heißt die Überrenditen dieses Fondsmanagers werden für den Fonds quasi „herausgelöst“.


Der dritte Bereich umfasst die sogenannten Alternativen Anlagen, die bei uns Investment-Vehikel wie Infrastrukturanlagen, Kreditverbriefungen oder Beteiligungen beispielsweise an Flugzeug-Leasing enthalten können. Diese zeichnen sich durch geringe Korrelationen zu den klassischen Anlagesegmenten aus und werden zum Teil auch mittels Drittanbietern allokiert, sofern wir die Expertise nicht im eigenen Haus haben.


 


Der MATI 2024 ist also eher für den konservativen Anleger ausgelegt, der eine regelmäßige Ausschüttung bei einer überschaubaren Laufzeit haben möchte. Wie hoch liegt eigentlich die Volatilität bei Ihrem Fonds?


Wie bereits zuvor erwähnt bewegen wir uns mit MATI 2024 im Bereich von SRRI 3, das heißt entsprechenden Volatilitäten zwischen 3 und 5 Prozent, also im Bereich eines klassischen Anleihefonds.


 


Herr Roemheld, vielen Dank für das Gespräch!


 


Carsten Roemheld ist Kapitalmarktstratege bei Fidelity International.


 


Sie können den Fidelity Multi Asset Target Income 2024 ab sofort über FondsDISCOUNT.at zeichnen. Bitte beachten Sie: Die Zeichnungsfrist endet am 22. Mai 2018 – danach können keine Fondsanteile mehr erworben werden.


MATI 2024 jetzt zeichnen