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CCA European Opportunities Short oder Long? Diese Unternehmen sind jetzt interessant

Die Märkte werden wieder volatiler. Foto: © / NicoElNino / FotoliaDie Märkte werden volatiler. Absicherung ist für Fondsmanager daher ein wichtiges Thema.

Mit dem CCA European Opportunities investieren Anleger in kleinere Unternehmen. Markus Weiss, Head of Sales bei Conduction Capital Advisors, erläutert, wie der Fonds gegen fallende Märkte abgesichert werden kann und gibt Einblicke ins Portfolio.


Herr Weiss, lassen Sie uns zunächst auf die Märkte schauen – diese stellen sich nun wieder volatiler dar. Wie sind Ihre Aussichten für den Börsenherbst?
Markus Weiss:
Die Lage an den Märkten stellt sich aktuell zweigeteilt dar. Auf der einen Seite sehen wir noch immer gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen mit einem intakten globalen Wirtschaftswachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und steigendem Verbrauchervertrauen. Auf der anderen Seite reagieren Investoren zunehmend extrem, wenn Erwartungen bei Quartalszahlen nicht ausreichend übertroffen werden – und dies passiert aktuell immer öfter.  Vor dem Hintergrund steigender geopolitischer Risiken – u. a. die türkische Lira, US Zölle, Nordkorea, und Brexit – sind Anleger nervöser als vor einem Jahr.  Hinzukommt, dass laut einer neuen Studie von EY deutsche Börsenunternehmen im ersten Halbjahr 2018 mehr Gewinnwarnungen als je zuvor ausgegeben haben.  Diese divergierenden Kräfte führen entsprechend zum aktuell volatilen „Seitwärts-Markt“.

Falls es zur Korrektur kommt: Wie sichern Sie Ihren Aktienfonds CCA European Opportunities UI (ISIN: DE000A2DMV08) gegen fallende Märkte ab?
Es gibt bei uns mehrere Wege den Fonds gegen fallende Märkte abzusichern. In erster Linie kaufen wir robuste Unternehmen zu vernünftigen Preisen. Als ehemalige Private Equity Manager gehört die Suche nach Value zu unserer DNA. Gut kaufen sorgt dafür, dass man nicht überbezahlt und unter einer gewaltigen Korrektur leiden wird.  Die Art von Geschäften, die wir suchen, sind oft unzyklisch und reagieren daher meist weniger bis gar nicht auf Konjunkturveränderungen.  Beispiele dafür im Portfolio sind Intertrust N.V., Encavis AG oder Symrise AG.  Darüber hinaus suchen wir nach strukturell gefährdeten oder überteuerten Unternehmen mit kurzfristigen Katalysatoren und setzen auf fallende Kurse („Shorts“).  Beispiele hierfür sind Gerry Weber, RIB Software, und Zooplus.  Daher sind wir, wenn man alle Faktoren wie Sondersituationen, Shorts und Liquidität einkalkuliert, aktuell bei Netto 65 Prozent long.

Welche Small- und Midcap-Werte halten Sie derzeit für besonders interessant?
Als Long-Position wäre hier zum Beispiel die OSRAM Licht AG zu nennen. Die Marktkapitalisierung sank von 7,2 Milliarden Euro Anfang 2018 auf einen Tiefpunkt von 3,1 Milliarden Euro. Aus unserer Sicht handelt es sich hierbei um eine massive Überreaktion auf eine Gewinnwarnung, die teilweise durch eine vorrübergehende Entwicklung ausgelöst wurde. Wir glauben, dass die mittel- und langfristige Wertschöpfungsstory weiterhin intakt ist, getrieben durch die fortschreitende Durchdringung von Automobil- und Industrieanwendungen mit LEDs, dem erfolgreichen Ramp-Up der neuen Halbleiter-Fabrik in Malaysia und Osrams starker Positionierung bei Zukunftstechnologien wie „Vertical Farming“. Wir erwarten mittelfristig ein Re-Rating von einem Glühbirnenhersteller zu einem Halbleiterproduzenten.

Die Gerry Weber International AG halten wir hingegen für einen interessanten Short-Kandidaten. Das mittelständische Modeunternehmen befindet sich in einem Markt, der von diversen Wettbewerbern bedroht wird und sich in einem turbulenten Umbruch befindet. Mittelständische Marken haben grundsätzlich das Problem, dass sie von Anbietern wie Zara oder H&M zunehmend unter Druck gesetzt werden. Diese attackieren vom günstigen Ende des Marktes und bieten dabei immer hochwertigere Stoffe zu attraktiven Preisen an. Gleichzeitig gelingt kleinen Marken aber nicht die Flucht nach oben ins echte High-End Segment und haben damit ein klassisches „Stuck in the Middle“ Dilemma, aus dem schon einige deutsche Marken in den vergangenen Jahren in die Krise oder sogar in die Insolvenz gerutscht sind. Die Firma hat es verpasst ihr Ladenportfolio auf die digitale Zukunft umzustellen. Die sehr hohe Verschuldung, die auf dem Unternehmen lastet, zusammen mit einer durchwachsenen Stimmung bei den Mitarbeitern – wie Branchenumfragen belegen – machen diesen Restrukturierungsfall fast unmöglich.

Auch die Zooplus AG halten wir seit einer Weile für ein interessantes Short-Ziel. Das Unternehmen weist seit vielen Jahren sehr attraktives Wachstum auf und generiert mittlerweile mehr als 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Trotzdem ist das Unternehmen immer noch nicht profitabel. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Bruttomarge auf Tiernahrung strukturell viel schwächer ist, als bei anderen Handelsgeschäftsmodellen. Bei Zalando oder Hornbach liegen die Rohertragsmargen bei ca. 45 Prozent bzw. 35 Prozent. Bei Zooplus hingegen sind es nur 24 Prozent. Dieser strukturelle Nachteil muss mit noch viel effizienteren administrativen und logistischen Prozessen ausgeglichen werden. Wenn man dann an das Preis/Volumen-Verhältnis von einem Sack Hundefutter denkt, merkt man wie schwer diese Aufgabe ist. Zu allem Unglück hat Amazon sich noch entschlossen den Tiernahrungsmarkt als strategische Kategorie einzustufen und Anfang des Jahres eine Private-Label Hundefuttermarke lanciert. Mit weiteren Wettbewerbern wie Fressnapf oder REWE sollte der Margendruck in den kommenden Jahren daher eher zunehmen und letztlich auch die bullische Aktionärslandschaft um Zooplus zunehmend an Hoffnung verlieren.

Wie ist Ihr Portfolio aktuell aufgestellt?
Das Verhältnis ist derzeit 83 Prozent Long (21 Positionen), 10 Prozent Short (4 Positionen), 73 Prozent Netto-Exposure (abzüglich Sondersituationen 65 Prozent echtes Netto-Exposure). Unser Long-Positionen verfügen alle über klassische Private-Equity-Werttreiber wie Buy & Build, Deleverage oder Corporate Governance Verbesserungen. Unsere Short-Positionen werden rein zur Alpha-Generierung eingegangen und stellen kein Hedging dar.

Herr Weiss, herzlichen Dank für die Beantwortung unserer Fragen!

Auf dem Foto abgebildet sind die Private-Equity-Experten von Conduction Capital Advisors. Von links nach rechts: Felix Eisel, Alex Nieberding und Markus Weiss

Investoren-Info: Mehr zum Fondskonzept, mit dem das Team von Conduction Capital Advisors über eine Private-Equity-Strategie Zugang zu ausgewählten Unternehmen bietet, erfahren Sie in unserem ausführlichen Interview: „Private Equity weiterhin attraktiv für Anleger“.  Der CCA European Opportunities UI (ISIN: DE000A2DMV08) wurde im September 2017 aufgelegt und ist über FondsDISCOUNT.at ohne Ausgabeaufschlag erhältlich.

22.08.2018,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.at oder rufen uns unter der Service-Nummer 01 365215 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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CCA European Opportunities UI R von Universal-Investment GmbH

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  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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