Homeoffice ist einer der großen Trends, die durch die Coronapandemie beflügelt werden. Was sich viele Büroangestellte jahrelang erträumt haben – arbeiten vom heimischen Wohnzimmer, keine zeit- und nervenraubenden Verkehrsstaus und ganz enges Beisammensein mit der Familie – erwies sich in der Praxis allerdings in vielen Fällen tatsächlich als Wunschvorstellung. In der Realität stellen zahlreiche Angestellte fest, dass die Technik zu Hause nicht dem gewohnten Büro-Standard entspricht, die Kinder den Unterschied zwischen Arbeitszeit und Pause nicht nachvollziehen können oder – ganz banal – der Bürostuhl in der Firma doch rückenschonender als der heimische Sessel ist.  


Ganz ähnliche Reaktionen schildert auch der US-Immobilienspezialist TSO („The Simpson Organization“). Wie Sales- und Marketing Manager Christian Kunz in der FondsDISCOUNT.at-Webkonferenz am 9. September 2020 berichtet (>> zur Aufzeichnung), ist der Homeoffice-Trend vor allen in den großen Büros in Citylagen von Bedeutung – in den Vorstädten, in denen TSO besonders großes Potenzial sieht, spielt dies hingegen nur eine untergeordnete Rolle. „Wir gehen davon aus, dass das Thema Homeoffice für unsere Büroimmobilien keine nachteilige Rolle spielen wird. Wir fokussieren uns nicht auf die großen Bürokomplexe mit mehreren tausend Arbeitnehmern in der Innenstadt. Wir sprechen hier von Immobilien mit rund 20.000 qm Fläche, rund zehn bis 20 Mietern und mit Standorten in den Vorstädten“, führt Christian Kunz aus. 52 Prozent der US-Büroarbeiter leben nach Angaben von TSO in den Vorstädten und arbeiten auch wohnortnah. Diese Mietflächen seien günstiger als Innenstadtlagen, somit seien Vorstadt-Büros überdurchschnittlich attraktiv. Gleichzeitig würden die zentralen Citylagen etwas unbeliebter, betont der Vertriebschef: Viele Arbeitnehmer möchten aufgrund von Covid-19 Bus und Bahn vermeiden und bevorzugen daher wohnortnahe Arbeitsplätze.


TSO: Bürosegment von Covid-19 bislang kaum berührt, Chancen vor allem im Self-Storage-Bereich


Aufgrund dieser Fokussierung auf die Vorstädte sei der Bereich Büroimmobilien im TSO-Portfolio bislang von der Pandemie nicht groß beeinträchtigt, erläutert Christian Kunz. Das aktuelle Portfolio des Initiators umfasst 80 Immobilien mit rund 2.200 Mietern. Seit Corona verzeichne man weniger als ein Prozent Mietflächenverkleinerung und weniger als ein Prozent an Kündigungen. Nur ein kleiner Teil des Portfolios entfalle auf Einzelhandelsimmobilien – hier wurden laut Kunz zum Teil Mietstundungen vereinbart. „Wir kennen unsere Mieter sehr gut und gehen davon aus, dass diese ihre Mietverpflichtungen dann nachholen werden. Geplant ist das in den nächsten zwölf bis 18 Monaten, die Mieter haben also angemessen Zeit, sich zu erholen. Die Geschäfte sind nach dem kurzen Lockdown auch alle wieder geöffnet und wir bei TSO sind davon überzeugt, dass wir keine Ausfälle verzeichnen müssen.“ Der Bereich Self Storage hingegen verzeichne einen positiven Trend. TSO entwickelt diese Selbstlagerzentren selbstständig – vom Ankauf der Grundstücke über die Erbauung bis hin zur Bewirtschaftung und abschließendem Verkauf. Partner vor Ort ist Cube Smart. Der Self Storage Markt ist laut Kunz insgesamt sehr dynamisch und lebt von einem schnellen Verkauf der Einheiten. Die komplette Haltedauer liege bislang bei nur rund 22 bis 26 Monaten. Durch Corona gab es nach Angaben von TSO keinerlei Einschränkungen in der Bauphase, Vermietung und Verkauf erfolgen demnach sogar schneller als vor der Pandemie.


DNL: Erster Club Deal besiegelt – Büroflächen auch weiterhin attraktiv


Auch bei DNL, ebenfalls langjährig im Südosten der USA im Gewerbeimmobilienmarkt aktiv, sieht man Grenzen für das anfänglich begeistert angenommene Homeoffice. „Microsoft hat gerade einen Mietvertrag in Atlanta Midtown über ca. 46.500 qm ausgehandelt, die Immobilienplattform Zillows hat in Atlanta zwei Stockwerke eines Bürohochhauses im Central Perimeter für 200 neue Mitarbeiter angemietet. Für 3.500 neue Mitarbeiter in den ganzen USA mietet Amazon derzeit Büroflächen an. Und Facebook hat beispielsweise einen Mietvertrag über ca. 68.000 qm Anfang August in Manhattan unterzeichnet. Dass namhafte Großkonzerne in der aktuellen Zeit ein so großes Engagement eingehen, ist eine sehr gute Nachricht. Es ist auch ein sehr positives Zeichen für die Zukunft der Büroimmobilien an sich“, ist DNL-Prokurist und Vertriebschef Wolfgang J. Kunz überzeugt. Arbeiten von zu Hause aus sei zwar während der Pandemie sehr nützlich, könne aber den Bedarf an physischen Büros nichtwesentlich reduzieren.


Die DNL Gruppe bietet Anlegern seit 2002 Beteiligungsmöglichkeiten an professionell gemanagten Gewerbeimmobilien im Südosten der USA und ist vor Ort bestens vernetzt. Der aktuell zeichenbare AIF DNL Prime Invest I. wurde – das ist neu an der Strategie – kürzlich zum Club Deal gemacht. Bei dieser zunehmend beliebten Finanzierungsform tun sich mehrere Investoren unter anderem beispielsweise mit Banken, Pensionsfonds, Family Offices oder professionellen Immobilienkäufern zusammen und erhalten so Zugang zu absoluten Top-Immobilien. Auch bei DNL will man Privatanlegern nun verstärkt solche Marktchancen eröffnen.


Das erste in dieser Form klassifizierte Objekt ist der „Wells Fargo Tower“ in Columbia/South Carolina. Ausgezeichnet ist das Gebäude mit dem LEED-Gold-Status. Solche Nachhaltigkeitsaspekte spielen im Immobiliensektor eine immer größere Rolle, denn sie steigern aufgrund niedriger Energiekosten die Attraktivität eines Objekts.  


Jamestown: Mieter werden tatkräftig unterstützt


Auch bei Jamestown, mit inzwischen 27 aufgelösten Vermietungsfonds und 3,08 Milliarden US-Dollar eingesetztem Eigenkapital sowie Gesamtrückflüssen von 6,33 Milliarden US-Dollar eigenen Angaben zufolge Marktführer in der Assetklasse US-Gewerbeimmobilien, beobachtet man die Auswirkungen der Coronapandemie sehr genau. „Direkt zu Beginn der Corona-Krise haben wir in kürzester Zeit Notfallpläne für unsere Büros und unser Portfolio umgesetzt. Der Schutz unserer Anleger und Mitarbeiter sowie die Unterstützung unserer Mieter stehen dabei an erster Stelle. Wir arbeiten mit vereinten Kräften daran, zusätzliche Ressourcen für unsere Mieter bereitzustellen und wollen diese schweren Zeiten gemeinsam bewältigen“, ist auf der Webseite des Anbieters zu lesen. Weiter heißt es: „Wir unterstützen unsere Mieter mit finanziellen Mitteln und Marketingmaßnahmen und helfen ihnen Hygienevorschriften umzusetzen, sodass sie für die Wiedereröffnung unserer Immobilien bestens vorbereitet sind. Unsere Mieter sind das Rückgrat unseres Portfolios und wir wollen sicherstellen, dass unsere Geschäfte, Restaurants und Veranstalter beste Voraussetzungen haben, um eine neue Normalität zu schaffen.“


Aktuelle US-Beteiligungsangebote


Die Bilanz von Jamestown ist positiv: Bislang musste noch keiner der 27 aufgelösten Vermietungsfonds Verluste schreiben, führt das Unternehmen aus – das durchschnittliche Gesamtergebnis lag laut Leistungsbilanz bei jährlich 8,5 Prozent bis 34,5 Prozent. Aktuell steht kein Zeichnungsangebot zur Verfügung – derzeit gibt es keine Wiederaufnahme der Platzierung.


Wer sich am US-Gewerbeimmobilienmarkt engagieren möchte, kann stattdessen auf den DNL Prime Invest I. mit dem Wells Fargo Tower setzen oder aber mit TSO neben Büroimmobilien den chancenreichen Markt für Self Storage Zentren erschließen.


Der DNL Prime Invest I. ist als AIF strukturiert und sieht eine Mindestanlagesumme von 10.000 US-Dollar vor. Die Laufzeit wurde mit rund sechs Jahren geplant. Der TSO Active Property III plant mit rund elf Jahren Laufzeit, Anleger können ab 15.000 US-Dollar dabei sein. Die Platzierung der Vermögensanlage endet allerdings am 7. Oktober 2020.


>> Zum DNL Prime Invest I.


>> Zum TSO Active Property III