Hackerangriffe, Phishing-Attacken, Datenklau – die zunehmende Digitalisierung erweist sich zugleich als Einfallstor für Kriminelle. Damit wird das Thema IT-Sicherheit auch für die Wirtschaft eine immer größere Aufgabe. Tatsächlich weist eine im August 2018 veröffentlichte Studie von Malwarebytes drastisch gestiegene Unternehmenskosten im Zusammenhang mit komplexen Cyberbedrohungen aus. „Cyberbedrohungen und die Behebung von Cyberattacken werden von deutschen Unternehmen sehr ernst genommen – auch wenn sie im internationalen Vergleich nur wenige Großangriffe verzeichnen“, fasst der IT-Verlag auf seinem Portal IT Daily eines der zentralen Ergebnisse der international unter 900 IT-Entscheidungsträgern und IT-Sicherheitsexperten durchgeführten Befragung zusammen. Während allerdings in den USA im Schnitt 1,8 entsprechende Sicherheitsvorfälle pro Unternehmen und pro Jahr zu verzeichnen seien, waren hierzulande „nur“ 44 Prozent der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten von einem großen Sicherheitsvorfall betroffen. Dennoch nähmen deutsche Firmen Sicherheitsbedrohungen „sehr ernst“. Deutsche Unternehmen gaben demnach im Jahr 2017 11,7 Prozent ihres jährlichen Sicherheitsbudgets für die Behebung aktiver Bedrohungen aus. Im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt von 12,5 Prozent sei dies zwar ein niedrigerer Wert, er mache dabei aber immer noch einen signifikanten Anteil an den gesamten Sicherheitsbudgets aus. In den USA wurden im Schnitt 429.000 US-Dollar für die Behebung ausgegeben – der absolute Spitzenwert. Trotz seltener Großereignisse im Bereich Cyber-Kriminalität in Deutschland zeigte die Studie, dass das jährliche Sicherheitsbudget in deutschen Unternehmen 2017 bei durchschnittlich 178 Euro pro Mitarbeiter lag, in 2018 dürften die Ausgaben wohl um bis zu 18 Prozent steigen. Ein Unternehmen mit 2.500 Mitarbeitern wird 2018 damit allein für den Punkt IT-Sicherheit 523.770 Euro ausgeben.


Fondsmanager haben den Trend längst erkannt


Auch Anleger können auf das Thema Sicherheit setzen, etwa mit dem im Jahr 2013 lancierten CS Global Security Equity Fund (ISIN: LU0909471251) von Credit Suisse. Neben IT-Security fasst der Aktienfonds das Thema Sicherheit allerdings sehr viel weiter und bedient somit auch die Themen Umweltsicherheit, Gesundheitsschutz, Verkehrssicherheit und allgemein Schutz vor Kriminalität. „Sicherheit“ wird hier als Wachstumstthema begriffen, das zudem als konjunkturresistent gilt. Denn moderne Unternehmen können es sich schlicht nicht leisten, auf entsprechende Schutzmechanismen zu verzichten. Sicherheit, so der Ansatz, betrifft somit auch nahezu alle Lebensbereiche.


Der Credi-Suisse-Fonds konzentriert sich auf Unternehmen, welche mindestens die Hälfte ihres Umsatzes mit dem Fokus-Thema Sicherheit erzielen. Größter Posten im Portfolio ist der deutsche Finanzdienstleiter Wirecard. Denn gerade in Sachen mobile Zahlungsabwicklung spielt die Sicherheit eine entscheidende Rolle. Und natürlich überzeugt Wirecard auch durch eine imposante Performance – die Aktie erzielte in den vergangenen fünf Jahren ein Plus von 650 Prozent. Der Fonds, schaffte es in fünf Jahren auf eine Wertentwicklung von 80,69 Prozent (FWW, 20. August 2018).


Alternativ könnte der im Jahr 2006 aufgelegte Pictet – Security (ISIN: LU0256846303) interessant sein. Der Aktienfonds investiert mindestens zwei Drittel seines Vermögens in Gesellschaften, die „zur Gewährleistung der Unversehrtheit, Gesundheit und Freiheit beitragen“. Somit wird das Thema Sicherheit hier noch etwas weiter gefasst. Im Portfolio finden sich neben Wirecard auch das US-Technologieunternehmen Thermo Fisher Scientific, die auf Zahlungsdienstleistungen fokussierte Fiserv Inc. oder etwa das Inspektions-, Prüfungs- und Zertifizierungsunternehmen Intertek. Mit dieser Mischung erzielte der Pictet-Fonds in fünf Jahren eine Performance von 60,66 Prozent (FWW, 20. August 2018).  


Tipp: Themenfonds eignen sich gut als Beimischung zu einem diversifizierten Portfolio, um spezielle Bereiche abzudecken. Die beiden vorgestellten Fonds sind über FondsDISCOUNT.at ohne Ausgabeaufschlag erhältlich und lassen sich auch als Sparplan für den langfristigen Vermögensaufbau einrichten.