Die US-Infrastruktur ist sanierungsbedürftig, ergibt ein Bericht der American Society of Civil Engineers (ASCE). Demnach vergeben die Ingenieure nur die Schulnote 4 (D) für die Qualität von Trinkwasser, Brücken, Straßen und Dämmen. US-Präsident Trump will mit Demokraten und Republikanern zusammen ein Infrastruktur-Programm in Höhe von einer Billion US-Dollar auflegen. Der ASCE zufolge seien in den kommenden zehn Jahren Investitionen in doppelter Höhe erforderlich.


Großer Bedarf besteht in der Sanierung der Wasser-Infrastruktur. In der vergangenen Dekade seien 63 Millionen US-Amerikaner mehrmals mit kontaminiertem Wasser in Berührung gekommen, berichtet USA-Today. Unterschiedliche Studien beziffern den Modernisierungs-Bedarf der US-Wasser-Infrastruktur zwischen 384 Milliarden und einer Billion US-Dollar.


Die Mittel für die Sanierung sollen sowohl aus staatlichen als auch aus privaten Quellen kommen. „Da die Nachfrage nach Wasser oder Strom aus Wasserkraft in den Gemeinden vor Ort weitgehend bekannt und stabil ist und auf der Basis in der Regel sehr lange laufender Abnahmeverträge vergütet wird, zeichnen sich wasserwirtschaftliche Infrastrukturprojekte in Nordamerika durch vergleichsweise hohe Planbarkeit aus“, schreibt Tilman Welther in einer Analyse des Fondstelegramms über die Wasser-Infrastruktur-Anleihe 3 von der Apano GmbH, einem Anbieter alternativer Investments mit Sitz in Dortmund.


Das Anleihe-Portfolio enthält neben kanadischen Wasseranlagen auch eine in New Jersey zur nachhaltigen Wiederaufbereitung von Abwasser sowie ein Wasserkraftwerk im Illinois River. Deren jeweilige Gewichtungen im Referenzkorb sollen laut Fondstelegramm zwischen 15 und 65 Prozent betragen. Einzelne Projekte, in die investiert wird, haben eine Größe zwischen 20 und 120 Millionen US-Dollar. Sie seien in der Regel jedoch in kleinere Teilprojekte untergliedert, die auch getrennt bewirtschaftet werden können.

Keine Spekulation: Green Bond achtet auf Nachhaltigkeit


Wie bei den beiden bereits platzierten Vorgänger-Anleihen ist die Signina Capital AG mit Sitz in Zürich wieder ein wesentlicher Partner von apano. Mitgründer und Vorstand der Signina ist Martin Klöck. Er verantwortet seit 1999 Investitionen in wasserwirtschaftliche Anlagen. „Anleger haben das Bedürfnis, Gutes zu tun“, sagte Klöck in unserem Interview auf dem Fonds Kongress in Mannheim 2017.  


Mit der dritten Auflage der Wasser-Infrastruktur-Anleihe stellt Signina durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer sicher, dass die Zielinvestments der Anleihe den Nachhaltigkeitskriterien der lnternational Capital Market Association (ICMA) entsprechen. Mit den Green-Bond Principles will die ICMA sicherstellen, dass „bei der Auswahl, Bewertung und Bewirtschaftung von Investitionsprojekten Kriterien ökologischer Nachhaltigkeit eingehalten werden und darüber transparent berichtet wird – und nicht etwa Wasser als weltweit knappe und hochpolitische Ressource zur Ware oder zum Spekulationsobjekt wird“, heißt es im Fondstelegramm.

Ein interessanter Zielmarkt und die Erfahrung der Partner würden das Angebot plausibel machen. Das Verhältnis von Risiko und Chancen scheine ausgewogen. Die Anleihe könne in die engere Wahl gezogen werden, lautet das Fazit der Analyse.


Das bestätigt auch der Erfolg der ersten beiden Anleihen. Die „erste als Privatplatzierung vermittelte Tranche der Wasser-Infrastruktur-Anleihe hat bereits dreimal Zinsen ausgezahlt und mit im Jahresdurchschnitt 5,65 Prozent das Ziel von 5,5 Prozent p.a. übertroffen. Die Wasser-Infrastruktur-Anleihen 1 und 2 liegen nach jeweils der ersten Auszahlung mit durchschnittlich 5,5 Prozent pro Jahr exakt im Zielkorridor“, schreibt Apano auf ihrer Webseite.


Hinweis: Die Zeichnungsfrist für die Wasser-Infrastruktur-Anleihe 3 endet bereits am 9. Februar 2018. Apano prognostiziert ab einer Investition von 5.000 Euro eine jährliche Rendite von 5,5 Prozent. Über FondsDISCOUNT.at ist die Anleihe ohne Agio erhältlich.


Interview mit Markus Sievers & Martin Klöck von Apano