Der eine gibt vermeintlich zu viel aus und gilt als verschwenderisch, während der andere sein Geld penibel zusammenhält und dadurch eventuell als geizig erscheint – gerade in einer Partnerschaft sind die Finanzen oftmals ein Streitthema. Laut einer repräsentativen Umfrage des Investmentmanagers Fidelity International haben sich ganze 39 Prozent der Deutschen schon einmal mit ihrem Partner deshalb in die Haare bekommen. Auffällig dabei: Mehr Männer (41 Prozent) als Frauen (36 Prozent) geben an, sich mit ihrem Partner hin und wieder über Geld zu streiten. Inwiefern dies eventuell mit dem oftmals höheren Einkommen der Männer zusammenhängt, bleibt offen.


Zugleich räumt die Umfrage mit einem besonders in Deutschland lange gehegten Tabu auf: Nämlich, dass man über Geld nicht spricht. Zwar ist eine allzu hohe Transparenz in Sachen Gehalt von vielen Arbeitgebern nicht gerne gesehen, doch im privaten Kreis sind die Finanzen für eine Mehrheit der Befragten ein ganz normales Gesprächsthema. So tauschen sich 57 Prozent der Deutschen im engsten Familienkreis und 51 Prozent in ihrer Partnerschaft zu Fragen rund um ihr Vermögen und ihre Geldanlage aus. Nur 34 Prozent wenden sich hingegen an professionelle Bank- oder Anlageberater.


Gerade für die jüngere Generation zwischen 18 und 29 Jahren sei Geld immer weniger ein Tabuthema, heißt es bei Fidelity. Vor allem in der Gruppe mit höherem Bildungsabschluss. Dasselbe gilt für Befragte mit einem hohen Haushaltsnettoeinkommen. 95 Prozent wissen daher, was ihr Partner bzw. ihre Partnerin verdient. „Auch wenn Geld immer weniger ein Tabuthema ist, sorgen unterschiedliche Auffassungen unter Paaren und in Familien häufig zu Konflikten. Geldfragen sind eben auch Beziehungsfragen“, kommentiert Andreas Telschow, Anlageexperte bei Fidelity International, das Ergebnis der Umfrage. „Betrachtet man die niedrige Spar- und Anlagequote sowie die geringe Bereitschaft, sich von Experten beraten zu lassen, können sich diese Defizite mittel- bis langfristig zu handfesten Problemen auswachsen.“


Finanzen selbst in die Hand nehmen


Statt sich nun an einen Bankberater zu wenden, welcher in der Regel produktgebunden ist, kann es sich lohnen, sich selbstständig um seine Geldanlage zu kümmern und sich auf Portalen wie FondsDISCOUNT.at umzusehen. Die landläufige Empfehlung, sein Vermögen breit zu streuen, um Risiken zu minimieren, kann ganz bequem mit dem Kauf von Investmentfonds umgesetzt werden. Um aus dem riesigen Fondangebot den passenden Aktien-, Misch- oder Rentenfonds auszuwählen, sollte man sich bestimmte Fragen stellen: Wie lange möchte ich mein Geld anlegen? Bin ich bereit ein höheres Risiko einzugehen oder halte ich größere Schwankungen nur schwer aus? Will ich regelmäßig Ausschüttungen erhalten oder soll der Fonds thesaurierend konzipiert sein, sprich: Ausschüttungen gleich wieder reinvestieren? In unserer Serie Finanzwissen erfahren Sie mehr zu den Kriterien, welche für die Fondsauswahl wichtig sind.


Übrigens: Auch bei eher überschaubarem Budget kann es sich lohnen, ins Fondssparen einzusteigen. Sparpläne sind ab monatlichen Raten von 25 Euro möglich. Gegenüber einer größeren Einmalanlage haben Sparpläne den Vorteil, dass aufgrund der regelmäßigen Einzahlung Anleger die Anteile antizyklisch kaufen und somit das Auf und Ab an der Börse ruhig ignorieren können – denn die Ausschläge werden über den Zeitverlauf geglättet. Das mit dem Sparplan Schritt für Schritt aufgebaute Vermögen kann einen schönen Beitrag zur gemeinsamen Haushaltskasse leisten oder eben für die Erfüllung kleinerer und größerer Wünsche verwendet werden – und dies dürfte eventuell vorhandenes (geldbedingtes) Streitpotenzial mit dem Partner doch erheblich reduzieren.